Kollege, rücksichstvoll dampfen bitte!
E-Zigaretten am Arbeitsplatz: Kleiner Dampfer-Knigge
E-Zigaretten sind zwar eine Nische, aber sie werden in Deutschland immer beliebter, vor allem bei den Jüngeren. Ob als nikotinfreie Variante oder moderne Alternative zur Zigarette – die oftmals geschmackvoll gestalteten Geräte begleiten viele Menschen durch ihren Alltag. Am Arbeitsplatz kommt das Dampfen allerdings nicht immer gut an. Der Gentleman-Blog gibt Empfehlungen für den angemessenen Einsatz der E-Zigarette im Alltag und am Arbeitsplatz.
Gesellschaftliche Akzeptanz von E-Zigaretten steigt – aber Rücksichtnahme ist unerlässlich
Laut der DEBRA-Studie nutzen bereits 2,2 Prozent der Deutschen elektronische Zigaretten – Tendenz steigend. Das liegt daran, dass die Geräte im Vergleich zu klassischen Zigaretten wie moderne Accessoires, beziehungsweise Gadgets wirken. Allerdings tragen auch die vielen Vorteile der Geräte dazu bei, dass sie in der Öffentlichkeit als angenehmer empfunden werden, beispielsweise:
- Dampf der E-Zigaretten soll für Mitmenschen weitgehend unproblematisch sein
- Es entsteht kein störender Tabakgeruch
- Pods lassen sich sauberer entsorgen, als Zigarettenfilter
Kartuschen wie der Elfa Pod bringen verschiedene Aromen mit und eignen sich deshalb auch für Herren mit besonders erlesenem Geschmack gut. Zudem zeichnen sie sich durch ihre spielend leichte Handhabung aus. Kurz gefasst: Dass die Alternative zur traditionellen Zigarette derzeit stark an Beliebtheit gewinnt und auch gesellschaftlich besser angesehen ist, verwundert keineswegs. Das bedeutet allerdings nicht, dass am Arbeitsplatz nach Belieben damit umgegangen werden kann.
Dampfer-Knigge am Arbeitsplatz
Obwohl der Dampf von E-Zigaretten in der Öffentlichkeit weitestgehend toleriert wird, kann er gerade an beengten Arbeitsplätzen Kollegen stören. Dadurch wird nicht nur die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt, sondern im schlimmsten Fall auch die Produktivität des gesamten Teams. Für Personen, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen, schafft das Dampfen am Arbeitsplatz zudem einen unangenehmen Anreiz. Umso wichtiger also, als echter Gentleman einen souveränen Umgang mit der E-Zigarette an den Tag zu legen:
Jederzeit Rücksicht walten lassen
Zur Dampfer-Etikette gehört vor allem die Rücksichtnahme auf andere. Am Arbeitsplatz sollten sich Gentlemen nach den Vorgaben der Unternehmensführung richten: Meist gelten für das Dampfen im Büro klare Regeln. Ist das nicht der Fall, sollten Vorgesetzte vorab um Erlaubnis gebeten werden – das gehört schließlich zum guten Ton. Bei erteilter Erlaubnis darf die elektronische Zigarette nur zum Einsatz kommen, wenn dies nicht in unmittelbarer Nähe zu Kollegen geschieht. Besser ist es, sich einen diskreten Ort zum Dampfen zu suchen – nämlich im Freien. Aufdringliche Aromen sollten aus Höflichkeit ebenfalls vermieden werden.
Wichtig: Seit Ende 2024 ist es in Deutschland verboten, E-Zigaretten in geschlossenen Räumen zu verwenden.
Genuss auf geplante Arbeitspausen beschränken
Der aromatische Dampfgenuss verführt dazu, häufiger zur E-Zigarette zu greifen. Doch genau das sollten echte Gentlemen im Unternehmen vermeiden. Sich häufende Pausen fallen der Geschäftsführung schnell negativ auf, da sie den Workflow und die eigene Produktivität stören. Deshalb gilt: Dampferpausen sollten lieber bewusst und auf zurückhaltende Art und Weise genossen werden.
Professionalität hat für stilvolle Herren oberste Priorität
Während Konferenzen oder Meetings mit Kunden sollte gänzlich auf das Dampfen verzichtet werden. Dieses wird oft als Ablenkung empfunden und wirkt eher unprofessionell. Denn: Damit wird Kunden und Geschäftspartnern signalisiert, dass diese keine Priorität haben. Das schadet nicht nur dem stilvollen Auftreten, sondern langfristig auch guten Geschäftsbeziehungen. Deshalb sollte die E-Zigarette ihren Weg gar nicht erst in Konferenzräume finden. Gentlemen schenken ihrem Gegenüber stattdessen ihre volle Aufmerksamkeit.
E-Zigaretten auf Dienstreisen ins Ausland vermeiden
Obwohl sich echte Gentlemen auch auf Dienstreisen nach dem ein oder anderen Genuss sehnen, sollte in dieser Zeit auf elektronische Zigaretten verzichtet werden. In der eigenen Freizeit kann zwar problemlos gedampft werden – allerdings gilt in einigen Ländern ein Einfuhrverbot für die Geräte. Das gilt vor allem für Pods, die mit pflanzlichen Wirkstoffen wie CBD angereichert sind. Letztere sind schließlich nicht überall zulässig. Um am Flughafen keine Probleme zu bekommen oder gar geschäftliche Termine zu verpassen, verzichten stilvolle Herren auf Vaporizer.
Vaporizer-Bestandteile selbst entsorgen
E-Zigaretten und ihr Zubehör können nur selten im herkömmlichen Restmüll entsorgt werden. Stattdessen ist eine Abgabe bei Herstellern möglich, die in der Regel Take-Back-Programme führen. Auch über den Wertstoffhof können die Bestandteile von E-Zigaretten richtig recycelt werden. Damit sich Reinigungskräfte nicht umständlich mit den Überbleibseln des Dampfgenusses auseinandersetzen müssen, kümmern sich gepflegte Herren selbst um die Entsorgung ihrer Accessoires.
Stil-Tipp: Einige E-Zigaretten-Hersteller bieten stilvolle Behälter für leere Vape-Kartuschen und weiteres Zubehör ihrer Geräte an. Die Aufbewahrungsmöglichkeiten sind diskret gestaltet; sie geben also keinen Hinweis auf ihren Inhalt und können deshalb auch am Arbeitsplatz stilgerecht verwendet werden.





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